Yachtblick Rotating Header Image

Fastnet

Fastnet 2011 in Bildern!



Die gut 30 Meter lange Hochseesegelyacht „Rambler 100“ aus den USA ist am Montagabend (15. August) beim Rolex Fastnet Race gekentert, als die Kielbombe plötzlich abbrach. Alle 21 Crewmitglieder wurden teils erst nach Stunden gerettet, eine Frau kam mit Unterkühlungen ins Krankenhaus. Der Unfall ereignete sich unweit der Felsens Fastnet Rock, der Wendemarke in der 608 Seemeilen langen Regatta, die von Cowes nach Plymouth in England führt. Zu dem Zeitpunkt hatte das Team von Eigner George David bei den Einrumpfbooten in Führung gelegen. Unterdessen stellte der französische 44-Meter-Trimaran „Maxi Banque Populaire“ unter Skipper Loïck Peyron mit einem Tag, acht Stunden und 48 Minuten einen neuen Fabelrekord für die mehr als 1.100 Kilometer lange Strecke auf. Das 44. Rolex Fastnet Race startete am Sonntagmittag mit 314 Yachten, darunter 16 deutsche, vor der Isle of Wight und geht im Laufe der Woche in der Grafschaft Devon zu Ende.

Ungeachtet neuer Rekordleistungen – es blieben gleich mehrere Einrumpfyachten unter der vier Jahre alten Streckenbestzeit der britischen „ICAP Leopard“ – bestimmte das Unglück der „Rambler“ auch am Dienstag (16. August) die Schlagzeilen des legendären Hochseeklassikers, zumal es sich offenbar dramatischer abgespielt hatte, als zunächst vermutet. Die erklärtermaßen schnellste Super-Maxiyacht der Welt, die vor kurzem einen neuen Transatlantikrekord aufstellte, hatte um 18.25 Uhr deutscher Zeit den Fastnet-Felsen gerundet. Der frische bis starke Wind drehte dabei auf Südwest und kam anschließend genau von vorn.
„Wir kreuzten gegen hohen Seegang, und die Yacht hob von den Wellenbergen ab“, berichtete der emotional aufgewühlte Projektmanager Mick Harvey, „ich war mit Navigator Peter Isler gerade unter Deck, als wir das beängstigende Geräusch vom abbrechenden Kiel hörten. Es kam ganz plötzlich und gab uns keinerlei Zeit zu reagieren. Das Boot drehte sich sofort wie auf den Rücken einer Schildkröte. Es war wie bei der Kenterung einer Jolle.“
Ohne die tonnenschwere Ballastbombe als aufrichtendes Moment am Ende der Kielfinne kentern Yachten im Wellengang zwangsläufig, auch wenn bei diesem Seenotfall noch relativ moderate Bedingungen im Seegebiet südlich Irlands herrschten. Warum der Kiel abgebrochen ist, blieb zunächst unklar. Die Yacht hatte schon schwere Stürme mit wesentlich härteren Bedingungen überstanden und die Kielbombe stets gehalten.
Isler setzte sofort noch einen Notruf ab, bevor beide so schnell wie möglich aus der Kajüte herauskletterten (mehr…)

Kiel ab, Epirb, Hubschrauber, Kneipe

So ungefähr war es gerade bei Kollege Lobster-One zu lesen, den wir hier vor Urzeiten schon einmal vorgestellt haben. Eigentlich wollte ich zur Kenterung von Rambler 100 nichts mehr schreiben, da es schon alle anderen getan haben. Aber die Tatsache, dass kurz nachdem die ersten Bilder des Maxi-Racers auftauchen, die ihn ohne-Kiel-oben … also sozusagen Oben-Ohne kieloben zeigen … schon ein Video auftaucht, das die Crew mit Bier in der Hand zeigt, find ich ja irgendwie schön! Ich freu mich das niemand zu schaden gekommen ist … naja und so schlecht ist das für die Werft-Konjunktur eben auch nicht, wenn ab und an mal was kaputt geht. =)